Weil nach Z(oller) niemand mehr kommt, bleibt der Mist des Lebens immer bei mir hängen!        

        

Ein Buddhist meint allerdings, dass ich wahrscheinlich in einem früheren Leben gesündigt habe und dafür jetzt büssen muss.

 

Als Atheist denke ich eher, dass bei "Z" einfach auch immer der "letzte" Sachbearbeiter sitzt.    

Egal wie, so habe ich ständig Lustiges zu berichten. 

        


21. April 2017, 09:40

WETTERFRÖSCHE

Derzeit überlege ich ob ich nicht mal einen unserer Geländewagen schnappe und auf den Strassen der Feldmark ersatzweise einige Frösche platt fahre, damit mein inneres Gleichgewicht wieder hergestellt wird.

Wir wohnen ja bekanntlich am südlichen tiefsten Eck des immens hohen Bockelsberges, der auch inzwischen unserer früheren Bundesstrasse 4 den Namen gibt. Und hier ist es immer 3 Grad kälter als am ca. 2 km entfernten Flughafen mit seiner Messstelle.

Aber unser Hausberg ist mit 85 Metern über N.N. inzwischen nicht mal mehr höher als die neue Autobahn.

Also was können die Frösche und der Berg dafür, dass ich ständig wieder erzählt bekomme, wie warm doch wieder der Winter war und wie ausfallend gemütlich doch die ersten drei Monate daher kamen. Warum haben wir das nicht bemerkt?

Wir haben wie blöd geheizt und sogar mein Nachbar war am Dienstag nach Ostern am stöhnen. Zu viele Heizöltanks waren über die Feiertage leer gesaugt, die er dann sofort beliefern sollte.

Nachdem ich Zeitung, Tagesschau und Heute nicht mehr nutze, werde ich mir jetzt auch keine Wetterberichte mehr ansehen.

Dieses mit fröhlichem Lächeln vorgetragene „zu Warm für die Jahreszeit“, während mir draussen seit Monaten der eiskalte Wind um die Ohren fegt, ertrage ich einfach nicht mehr.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


25. Dezember 2016, 14:12

Solche Politiker fehlen Europa !!!

Rede der australischen Ministerin Julia Gillard

Le droit de partir .....!!

Muslime, die unter dem Islamischen Gesetz der Sharia leben wollen, wurden angewiesen Australien zu verlassen, da die Regierung in ihnen Radikale sieht, die mögliche Terroranschläge vorbereiten.
Außerdem zog sich Gillard den Zorn von einigen australischen Muslimen zu, da Sie unterstrich, geheimdienstliche Aktivitäten zum Ausspionieren der Moscheen in seinem Land zu unterstützen.
Wörtlich sagte Sie:
„EINWANDERER, NICHT AUSTRALIER, MÜSSEN SICH ANPASSEN“.
Akzeptieren sie es, oder verlassen sie das Land.
Ich habe es satt , dass diese Nation sich ständig Sorgen machen muss, ob sie einige Individuen oder deren Land beleidigt.
Seit den terroristischen Anschlägen auf Bali spüren wir einen zunehmenden Patriotismus bei der Mehrheit der Australier.
Diese Kultur ist in über zwei Jahrhunderten gewachsen, geprägt von Gefechten, Prozessen und Siegen von Millionen von Frauen und Männern, die alle nur Frieden gesucht und gewollt haben.
Wir sprechen überwiegend ENGLISCH, nicht Spanisch, Libanesisch, Chinesisch, Japanisch,Russisch, Italienisch, Deutsch oder andere Sprachen.
Deswegen, wenn ihr Teil unserer Gesellschaft werden wollt .... lernt unsere Sprache!
Die meisten Australier glauben an Gott.
Es sind nicht einige wenige Christen, es ist kein politisch rechter Flügel, es ist kein politisch motivierter Zwang, nein,es ist eine Tatsache, denn christliche Frauen und Männer, mit christlichen Prinzipien, haben diese Nation gegründet, und dies ist ganz klar dokumentiert.
Und es ist sicherlich angemessen, dies an den Wänden unserer Schulen zum Ausdruck zu bringen.
Wenn Gott euch beleidigt, dann schlage ich euch vor einen anderen Teil dieser Welt als eure neue Heimat zu betrachten, denn Gott ist Teil UNSERER Kultur.
Wir werden eure Glaubensrichtungen akzeptieren, und werden sie nicht in Frage stellen.
Alles was wir verlangen ist, dass ihr unseren Glauben akzeptiert, und in Harmonie, Friede und Freude mit uns lebt.
Dies ist UNSERE NATION, UNSER LAND und UNSER LEBENSSTIL, und wir räumen euch jede Möglichkeit ein, all diese Errungenschaften mit uns zu genießen und zu teilen.
Aber wenn ihr euch ständig beschwert, Mitleid sucht,unsere Fahnen verbrennt, unseren Glauben verurteilt, unsere christlichen Werte missachtet, unseren Lebensstil verurteilt, dann ermutige ich euch einen weiteren Vorteil unserer großartigen australischen Demokratie und Gesellschaft zu nutzen:
DEM RECHT DAS LAND ZU VERLASSEN!
Wenn ihr hier nicht glücklich seit, dann GEHT!
Wir haben euch nicht gezwungen hierher zu kommen.
Ihr habt gebeten hier sein zu dürfen.
Also akzeptiert das Land, das euch akzeptiert hat.“

Wenn wir diese Rede unter uns weiterreichen, dann finden unsere Bürger vielleicht wieder das Rückgrat, dieselben Wahrheiten auszusprechen und zu unterstützen.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


14. Juli 2016, 09:26

PILLENKNICK

Ich habe viele Menschen getroffen, die mit Raucherbein weiter Kette geraucht haben, als Lungenkranke ihre Medikamente in den Ausguss kippten oder nach Infarkten weiter gesoffen haben.

Ich selbst habe immer brav meine Medikamente nach den Vorschriften eingenommen, obwohl die Nebenwirkungen oft gravierend waren. Kein Alkohol, keine Zigaretten und vor allem kaum noch Katastrophen halten mich inzwischen einigermassen fit.

Heute waren mal wieder die Einhundert Tage um und die meisten Pillenpackungen geleert. Durch den Wechsel einzelner Medikamente gab es immer wieder unterschiedliche Verbrauchstermine.

Ich ging also bereits am letzten Sonntag online um meinen Bedarf rechtzeitig nach zu bestellen. Das Programm wollte sich aber bei den Rezepten nicht öffnen und erst nach dem zweiten Klick auf die Praxisinformationen erschien die Meldung: „In dieser Woche geschlossen.“

Zum ersten Mal seit zwölf Jahren ist die Gemeinschaftspraxis komplett geschlossen! Und natürlich genau in der Woche, in der ich meinen Nachschub brauche.

Da ich als Dauerpatient in meiner Apotheke bekannt bin, bekam ich die fehlenden Medikamente ausgehändigt und muss nun in der nächsten Woche gegen Gesamtrezept den restlichen Bedarf auffüllen.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


23. April 2016, 20:18

70. GEBURTSAG

Die Vespa feiert heute ihren 70. Geburtstag.

Und ich bin nur 4 Tage jünger!

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


21. Januar 2016, 10:30

ÖFFENTLICHER DIENST

Guten Morgen liebe Tutoren,

Arina kann heute und wahrscheinlich bis zu einem Wetterwechsel nicht mehr am Unterricht teilnehmen.
Grund ist die derzeitige Nichtgewährleistung des Schülerverkehrs durch BVAG und der Öffentlichen Ordnung durch die Polizei.

Gestern am 20.​01. mussten die Schüler an der Endhaltestelle Volkmarode über 10 Minuten auf die Tram 3 (oder wie sie jetzt heisst?​) warten.

Der Fahrer setzte gleich an der nächsten Haltestelle jüngere, vermutlich laute, Schüler aus der Bahn.

Am nächsten Halt Messeweg zwang er dann pauschal sämtliche Schüler zum Aussteigen, blieb noch einen Moment mit geschlossenen Türen stehen und fuhr dann lächelnd weiter.

Die nächste Bahn, ebenfalls verspätet, war bereits überfüllt und nahm keine Wartenden mehr mit.

Später wurde meiner Tochter berichtet, dass die Linie 3 ganz eingestellt wurde.

Mit einem Bus kam sie dann bis zum Rathaus, von wo die Tram 1 dann scheinbar normal nach Wenden fuhr.

Arina hatte extra nicht in der Schule gegessen, um wie mit mir verabredet schnellstens zu Hause zu sein.

Am Rand sei noch erwähnt, dass wir "im" Dönerladen in Wenden mit dem Firmenfahrzeug von der Polizei kontrolliert wurden.

Als ich den Vorgang dann zur Sicherung der falschen Unterstellungen der Beamten auf der Strasse fotografierte,​wurde ich von den hungrigen und völlig entnervten Beamten auch noch geschubst und festgehalten.

Sie wollten mir, dem fast 70-järhigen, mitten auf der Hauptstrasse das Handy mit den Beweisfotos abnehmen.

Meine 16-jährige Tochter fragte die Beamten mehrfach ob sie sowas überhaupt dürften. Als Arina dann von mir das Handy übernahm, wurden wir ziemlich schnell in Ruhe gelassen.

Aber das wird vielleicht eine ganz andere wundervolle Geschichte.

Fest steht allerdings, dass wir dann doch schon gegen 15.​30 Uhr das erste Essen des Tages zu uns nehmen konnten.

Für solche Art von Adventure Touren war Arina weder mit Kleidung noch mit Notrationen ausgerüstet und liegt nun wieder krank im Bett.

Dafür bedankt sich ganz herzlich der Witwer und allein versorgende Vater !

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


29. Dezember 2015, 11:53

DER SPIEGEL

Vor einigen Monaten gab es einen Riesenkrach. Das Geräusch konnte ich nicht einordnen. Als ich dann Nachmittag ins Bad kam, war alles klar. Unser grosser Spiegel war einfach von der Wand gefallen. Er hatte wohl das ewige Hängen satt und zerriss sein Originalbefestigungsseil.

Der Fussboden im nicht gerade kleine Bad war mit tausend Scherben übersäht. Nicht 20% auf Alles – es waren gleich 2000 % mehr Spiegel. Arina wollte die Scherben für eine Spiegelcollage weiter verwenden und so standen erst mal 2 Eimer mit den Spiegelscherben herum. An die kahle 45 Grad Wand hängte ich zunächst zwei noch vorhandene kleinere Spiegel übereinander. Das führte dann irgend wann zu Protesten des nicht mehr kleinen Kindes. Arina hatte immer die beiden Rahmen im Gesicht.

Vor Kurzem hatte nun unser Mobilienverwerter grosse Spiegel mit Metallrahmen preiswert im Angebot, vermutlich aus einem aufgelösten Modegeschäft. Ich kaufte gleich zwei für 45 €. Weil einer eine kleine Fehlstelle hatte, gab es ihn für 15 €.

Da Arina von einer Weihnachtsfeier ausgepowert nicht Schwimmen fahren wollte, habe ich nun vorgestern endlich mal diese 1,​50 Meter breite 45 Grad Wand gestrichen um einen der neuen gebrauchten Spiegel aufzuhängen.

Nun sah ich, welchen Glanz die neu gestrichene Wand sofort brachte und beschloss die restlichen vier Wände des Bades auch sofort zu Streichen. Das artete dann in richtige Arbeit aus. An den drei Meter hohen halb hoch gefliesen Wänden war noch reichlich verputzte Wand zu streichen.

Mitten in der Arbeit stellte ich noch fest, dass die gute Farbe vom Pleite gegangenen Praktiker nur wischfest ist. So werde ich den gesamten Raum noch mit einer Feuchtraumfarbe nachstreichen.

Das Bad wird dann hoffentlich die nächsten 15 Jahr gut aussehen – wenn nicht wieder etwas von selbst abstürzt.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


25. Dezember 2015, 11:14

GRÜNE WEIHNACHTEN UND KATER

Vorgestern wollte ich mir den Frust von der Seele schreiben. Das wochenlange Gefasel um den Schnee zu Weihnachten ging mir endgültig auf die Nerven. Auch die ständigen Gespräche über Einkaufstress in Funk und Fernsehen waren schwer zu ertragen.

Erstens feier ich als Atheist kein Weihnachten und wie glaubhaft Eltern sind, die ihren Kindern jahrelang von Weihnachtsmann, Nikolaus und Christkind vorlügen, konnte ich bis zu meiner Volljährigkeit mit damals 21 Jahre selbst erfahren.

Zweitens wäre Weihnachten viel preiswerter, wenn es am 24. Januar stattfinden würde! Diesen meinen Leitspruch hat sich auch Arina zu Eigen gemacht. Sie hat auch noch 7 Tage vor Weihnachten Geburtstag.

Geschenke und Anschaffungen gibt es aber immer dann, wenn sie wirklich gebraucht werden, oder wenn sie gerade besonders preiswert sind. Angebissene Äpfel liegen bei uns auch nicht rum.

Arina hat inzwischen das zweite Handy von HUAWEI. Damals war die Marke noch völlig unbekannt, aber das Preis- Leistungsverhältnis war bereits vor Jahren bestechend und innovativ.

Da ich also nicht für Geschenke in den Stadttrubel musste, beschenkbare Verwandte haben wir ja auch nicht mehr, konnte ich es mir nach der Arbeit draussen im Graugrünen gemütlich vor meinen Rechner machen.

Unsere zwei Lieblingskater legten sich sofort abwechselnd auf mein schlappes Herz, blockierten langfristig die Tastatur und schnurrten mich in den Schlaf des Vergessens.

SOGAR DER PAPST VERSTEHT MICH UND PRANGERT DIE KONSUMGIER ZU WEIHNACHTEN AN!

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


16. November 2015, 08:44

WER WAR DAS?

Ich musste lange überlegen. Ich stand vor einer Woche mit einem Kollegen vor dem Tor als gegenüber ein alter Polo abgewürgt wurde. Nach einigen nervösen Startversuchen schaffte es die Mutter mit Sohn bis in unsere Einfahrt. Während sie auf ihre Freundin zur Unterstützung wartete, zeigte ich ihr den völlig verölten und verdreckten Luftfilter ihres ungepflegten Autos. Ich drehte den Filtereinsatz an eine noch unverölte Stelle und der Wagen bekam Luft und sprang wieder klaglos an.

Und sie, die gebürtige Magdeburgerin, war es dann. Sie wunderte sich über die verschlafenen Braunschweiger und überhaupt, dass die derzeitige Politik nicht stärker kritisiert würde und dass in Braunschweig keine Demonstrationen stattfinden.

„Wir stehen vor einem ganz grossen Knall“ waren ihre letzten Worte, dann kam ihre Freundin und wir konnten nicht weiter diskutieren.

Wir stehen vor einem ganz grossen Knall! Das fiel mir sofort wieder ein, nachdem ich die ersten Meldungen über die Attentate hörte. Immerhin bis heute 132 Tote in Paris.

30 000 bewaffnete Polizisten in Paris. Haben wir nicht jahrelang die Türkei für ihre harte und menschenverachtende Politik und die Militärpräsenz kritisiert. Nun sind wir nicht mehr wie üblich weit weg vom Terror. Auch wenn unsere Gesundbetpolitiker gerade jetzt das Gegenteil behaupten.

Die Terroristen folgen ziemlich einfach den Massen an Flüchtlingen und bringen unsere heile Welt kräftig in Unordnung.

Der Terror geht von Syrien aus. Der IS bereitet in ganz Europa weitere Terrorakte vor. O-Ton Tagesschau heute morgen in den Meldungen aus Paris.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


29. Oktober 2015, 10:06

WURMBERG

Von meinem Kollegen hatte ich im Frühjahr hochwertigen Dämmstoff geschenkt bekommen. Seitdem lagen die Pakete herum und versperrten meinen Arbeitsraum. Mit Hilfe des Würth Klebeschaums habe ich dann endlich die Nordwand des Wohnhauses gedämmt.

Die dann noch fehlenden 3,​5 m² Dämmung in der passenden Stärke bekam ich als Restposten für 5,​00 € in der Nähe des Harzes. So bot sich gleich noch nach der Abholung ein Ausflug in den Harz an.

Und diesmal passte alles zusammen. Nachdem wir die Dämmplatten eingeladen hatten meinte der Verkäufer, dass es wohl bei dem Regen und Nebel keine Freude würde, den Wurmberg zu besteigen.

In Braunlage angekommen, schien die Sonne für uns. Die Seilbahn hatte weder Defekte oder Wartungsarbeiten und war auch nicht wegen Sturm geschlossen. So ging es uns bisher immer.

Da es auf dem neuen Hexenritt Parkplatz zum Ärger von Arina kein Netz gab mussten wir die Nacht in Braunlage verbringen. Am nächsten Morgen fuhren wir wieder auf diesen völlig leeren Grossparkplatz. Von der mittleren Seilbahnstation ging es dann auf den Gipfel von Niedersachsens höchstem Berg. Bei strahlender Sonne und perfekter Aussicht auf den benachbarten Brocken.

Für den Abstieg zu unserem Parkplatz nahmen wir natürlich nicht die Treppe der Sprungschanze und auch nicht die Wanderwege. Die Abfahrtpiste war auch zu steil zum Gehen und so quälten wir uns durch den Urwald neben der Piste. Weiter unten konnte man dann mit wundervollen Aussichten aber mit grösster Vorsicht auf der breiten Skipiste absteigen.

Leider versagte die Fahrzeugheizung am Abend und wir fuhren Nachts nach dem Besuch der Harzburg Therme direkt nach Hause.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


18. Oktober 2015, 21:58

LEATHERMAN

ist das moderne Schweizer Fahrtenmesser. Einen Leatherman Nachbau mit Hammerkopf hat Arina bei einem Besuch der Hannover Industriemesse geschenkt bekommen. Seit dem liegt er genau wie das Schweizer Fahrtenmesser herum. Ich habe längst vergessen, wer es mir geschenkt hat. Und dem Leatherman geht es wie dem Schweizer Fahrtenmesser wie auch meinen Einkaufwagenchips. Immer wenn ich sie mal brauche sind sie grad im falschen Auto. Mir fehlt einfach die Beziehung zu solchen Geräten.

Das Schweizer Fahrtenmesser wurde von mir neulich beim Aufräumen ziemlich verdreckt gefunden. Ich habe dann sämtliche Funktionsteile geöffnet und das Ding dem Geschirrspüler übergeben. Nach der Reinigung verschwand das noch feuchte Teil geöffnet im Messerabteil in der Küchenschublade.

Heute brachte sich das igelhafte Teil in Erinnerung, als ich nach einem Messer fingerte. Leicht angepiekt vom Schweizer Fahrtenmesser fiel mir die lange Geschichte ohne Happy End wieder ein.

Ralf war Anfang des Monats verstorben. Er hatte sich endgültig tot gesoffen.

Nun, er wohnte meinem Freund und Architekten gegenüber im Nachbardorf, wo ich auch früher in einem alten Fachwerkhäuschen lebte. So lief mir dieser Typ immer mal wieder über den Weg seit ich wieder in Braunschweig wohne.

Ralf war Alkoholiker und wenn er mal wieder zur Entziehung war, bekam ich von den Freunden Details über sein Leben. Irgend wann passten dann alle Details zusammen und mir war klar, ich hatte Ralf bereits vor fast 50 Jahren kennen gelernt.

Um die Ecke vom Bankplatz gab es ein kleines Parkhaus mit Werkstatt und kleiner Tankstelle. Als Taxi- und Mietwagenunternehmer hatte ich dort und in den umliegenden Kneipen natürlich meine Fahrgäste. Und manchmal blieb ich auch dort irgendwo am Tresen hängen, wen kein Betrieb war.

Da sass dann regelmässig ein junger Man mit reichlich Promille von dem mir zwei Sprüche ewig in Erinnerung bleiben.

„Mein Papa hat ein Parkhaus“ und „mit meinem Schweizer Fahrtenmesser kann ich feinste Operationen durchführen, auch am offenen Herzen!​“

Ja, das war Ralf. Im Gegensatz zu mir kam er nie vom Alkohol weg. Und nun liegt er unter der Erde. Wie sagte der Tod als er ein Bund hoch hielt: „ Das sind Radieschen, sehen von Unten doch gar nicht so schlecht aus!​“

R.​I.​P. Ralf! Bei jedem (seltenen) Griff zum Schweizer Fahrtenmesser erinnerts mich.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren

Seite 1 von 15